Headset-Hersteller Ceotronis will wieder Dividende zahlen


Nach drei Jahren ohne Dividende will die börsennotierte Ceotronics AG ihre Anteilseigner wieder am Gewinn beteiligen. Wie der auf Headsets spezialisierte Mittelständler mitteilt, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat zwölf Cent je Aktie vor. Daraus errechnet sich gemessen am derzeitigen Kurs der Aktie eine Dividendenrendite von drei Prozent.

Ceotronics zählt mit einem Firmenwert von 27,5 Millionen Euro zu den ganz kleinen Unternehmen an der Börse. Allerdings ist der Wert des Betriebs aus dem Kreis Offenbach binnen Jahresfrist um 40 Prozent gestiegen. Die Aktie läuft besser als Dax und S-Dax. Zudem ist deren Dividendenrendite geringer.

Polizei, Militär und Flughäfen als Kunden

Ceotronics liefert seine Headsets, darunter auch In-Ohr-Mikrofone, etwa an Polizei- und Militäreinheiten sowie an Feuerwehren, Industrieunternehmen und Dienste an Flughäfen in Deutschland und Europa. Mobile Funknetze nebst Geräte erleichtern die Arbeit von Beschäftigten beim Tragen von Atemschutzgeräten, Helmen und Schutzanzügen oder wenn beide Hände für die eigentliche Tätigkeit frei bleiben müssen, wie es weiter heißt.

Der Mittelständler erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2020/21 einen Umsatz von 26,6 Millionen Euro, das ist ein Zuwachs von 8,4 Prozent. Der Gewinn vor Steuern kletterte um etwas mehr als ein Drittel auf gut drei Millionen Euro. Den Auftragseingang, der für die Umsätze der näheren Zukunft steht, beziffert das Unternehmen auf 21,2 Millionen Euro.

Ceotronics hatte zuletzt auf eine Ausschüttung verzichtet, weil das Unternehmen nicht dividendenfähig war. Nun könne sie aber sogar früher als erwartet wieder die Aktionäre am Gewinn beteiligen, wie Vorstand Thomas Günther der F.A.Z. sagte.


Quellverweis — www.faz.net

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