Amazon-Gerüchte helfen Bitcoin

Eine Stellenanzeige des Internetgiganten lassen Spekulationen ins Kraut schießen: Plant der Konzern, Bitcoin anzunehmen, oder gar eine eigene Digitalwährung?

Die Digitalwährung Bitcoin hat sich von ihrem Tief aus der vergangenen Woche wieder erholt. Am Montagnachmittag kostete ein Bitcoin wieder mehr als 38.000 Dollar. Das ist das höchste Niveau seit Mitte Juni. Noch vor einer Woche kostete ein Bitcoin zumindest zeitweise weniger als 30.000 Dollar. Auch andere Kryptowährungen legten deutlich zu. Die Digitalwährung ist sehr anfällig für Gerüchte – in die eine wie in die andere Richtung. Und so war es auch dieses Mal der Fall.

Aktuell hat der Onlineriese Amazon seine Finger im Spiel, zumindest indirekt. So ist in einer Stellenanzeige eine Führungsposition für den Kryptobereich ausgeschrieben. Es geht um eine leitende Rolle im Team Zahlungsakzeptanz und -erfahrung. Außerdem soll eine Zahlungsstrategie im Bereich der Digitalwährungen sowie Blockchain etabliert werden. Dazu soll der oder die Neue sich auch mit den Digitalwährungs-Plänen der Zentralbanken auskennen.

Schnell machten zahlreiche Überlegungen die Runde: So könnte der Konzern vielleicht Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren – wie es etwa der Elek­trowagenbauer Tesla vorgemacht hat. Doch diese Annahme war nur vorübergehend. Tesla-Chef Elon Musk begründete dies mit Umweltschutzbedenken, da die Digitalwährung riesige Mengen an Strom verschlingt. Mittlerweile zeigt sich Musk deutlich versöhnlicher, was ebenfalls zur Erholung der Digitalwährungen beigetragen haben dürfte. Amazon könnte aber auch an einer eigenen Digitalwährung basteln und damit dem Vorbild von Facebook folgen. Das Unternehmen hatben mit Libra an einer eigenen Anwendung für die Blockchain-Technologie gearbeitet. Diese ist allerdings auf viele Widerstände durch die Politik und die Aufsichtsbehörden gestoßen, so dass die Pläne mittlerweile deutlich eingedampft wurden.

Amazon selbst wollte sich wie üblich nicht zu den Spekulationen rund um die Digitalwährungen äußern.


Quellverweis — www.faz.net

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