Grüne Anlageprodukte sind vielen noch unbekannt

Nach einer von der Privatbank M.M. Warburg & Co beauftragten Umfrage ist die Diskussion um nachhaltige Geldanlagen in der Finanzbranche an den meisten Anlegern offenbar vorbei gegangen — selbst an den Jüngeren.

Fast täglich bringen Banken und Fonds neue nachhaltige Anlageprodukte auf den Markt. Tatsächlich sind für viele deutsche Anleger die Kategorien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung – oder kurz mit ESG abgekürzt – noch Neuland. Nach einer von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg & Co. in Auftrag gegebenen Umfrage des Berliner Marktforschungsinstituts Civey hat bislang mehr als jeder zweite Deutsche noch nicht in nachhaltige Geldanlagen investiert. Mehr als ein Drittel der 2501 Befragten hat keine Kenntnisse über nachhaltige Anlagen, knapp 29 Prozent wollen sicher nicht darin investieren. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren waren die Anteile der Kenntnislosen (14,9 Prozent) und der Verweigerer (14,0 Prozent) am geringsten.

Auch die Gruppe der Hochvermögenden, also Personen mit einem liquiden Vermögen von mehr als einer Million Euro, kann mit Nachhaltigkeit wenig anfangen. Gut 23 Prozent wissen darüber nicht Bescheid, und mehr als ein Drittel will nicht darin investieren. Immerhin haben fast 23 Prozent der Hochvermögenden dies schon getan. Gut 5 Prozent wollen dies, und rund 15 Prozent ziehen dies in Erwägung. Nach der Umfrage wollen in der Gesamtbevölkerung fast 6 Prozent nachhaltig anlegen und knapp 17 Prozent überlegen dies. «Die Umfrage macht deutlich, dass die Kundenberater noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten müssen, um den Anlegern die Vorteile von ESG-Investments zu vermitteln», sagte Klaus Sojer, Leiter Privat Banking Süd bei Warburg.


Quellverweis — www.faz.net

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