Volkswagen will Autovermieter Europcar zurückkaufen

Volkswagen bemüht sich weiter um die Übernahme des Autovermieters Europcar. Der Wolfsburger Autokonzern erklärte am Donnerstag, er habe zusammen mit Partnern eine unverbindliche Übernahme-Offerte von 44 Cent je Europcar-Aktie auf den Tisch gelegt. Damit wird Europcar mit rund 2,2 Milliarden Euro bewertet. Das Angebot sei von Europcar abgelehnt worden. Derzeit sei ungewiss, ob und unter welchen Bedingungen eine Transaktion zustande komme, hieß es von Volkswagen. Die Aktie des Autovermieters legte nach der Bestätigung des Angebots an der Pariser Börse um 5 Prozent auf gut 45 Cent zu.

Zu der Bietergruppe um Volkswagen gehört demnach der Finanzinvestor Attestor Limited sowie Pon Holdings, der größte Importeur von Volkswagen in den Niederlanden. Über die Mitteilung hinaus machte VW keine Angaben.

VW hatte Europcar 2006 an den französischen Finanzinvestor Eurazeo verkauft, der sich die Übernahme einschließlich aller Schulden gut 3,3 Milliarden Euro kosten ließ. VW begründete dies damals damit, dass man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren wolle. Eine Übernahme würde Volkswagen nun einen zusätzlichen Absatzkanal eröffnen. Branchenkenner halten es auch für möglich, dass Volkswagen das dichte Netz an Mietstationen von Europcar bei seinen Plänen nutzen will, zu einem Mobilitätsanbieter zu werden.


— (—)

Paris
Tradegate
London SE Int. Level 1
Lang & Schwarz
Frankfurt
Stuttgart

Zur Detailansicht


Quellverweis — www.faz.net

Releated

Die neue Liebe zum Tagesgeldkonto

Es scheint einen neuen Trend zu geben: Weil viele Banken, auch Volksbanken und Sparkassen, für größere Beträge auf dem Girokonto jetzt ein Verwahrentgelt verlangen, eröffnen Bankkunden neue Tagesgeldkonten, um ihr Geld auf mehrere Banken aufteilen zu können. Das jedenfalls legt eine Studie der Raisin DS GmbH nahe, zu der die fusionierten Zinsportale Weltsparen und Deposit […]

Headset-Hersteller Ceotronis will wieder Dividende zahlen

Nach drei Jahren ohne Dividende will die börsennotierte Ceotronics AG ihre Anteilseigner wieder am Gewinn beteiligen. Wie der auf Headsets spezialisierte Mittelständler mitteilt, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat zwölf Cent je Aktie vor. Daraus errechnet sich gemessen am derzeitigen Kurs der Aktie eine Dividendenrendite von drei Prozent. Ceotronics zählt mit einem Firmenwert von 27,5 Millionen Euro […]