Hauspreise und Inflation: Dichter ans Leben

Es ist ein vernünftiger Plan, die Preise für selbst genutztes Wohneigentum endlich in die Berechnung der Inflationsrate aufzunehmen.

Zwar haben Statistiker allerhand Einwände. Der gewichtigste: In der Inflationsrate wird gemeinhin die Entwicklung der Verbraucherpreise abgebildet, also der Lebenshaltungskosten. Wenn jemand aber ein eigenes Haus hat, in dem er wohnt, und dieses wird teurer, ist gar nicht so leicht zu trennen: Was davon ist einfach eine – für ihn erfreuliche – Steigerung seines Vermögens? Und wie stark steigen mit dem Immobilienpreis gleichsam kalkulatorisch auch seine laufenden Lebenshaltungskosten?

Ein wenig muss man sich bei der Berechnung behelfen, doch zeigen Länder wie die Vereinigten Staaten, die das längst machen: Es geht.

Ein wichtiger Grund, diesen Weg zu gehen, ist das Ziel, die Messung der Inflation dichter an das Leben der Menschen zu rücken. Es gibt viele, die den Eindruck haben, die Inflation sei viel höher als offiziell ausgewiesen. Jede Möglichkeit, diesen Eindruck zu zerstreuen, sollte man nutzen. Selbst wenn der Effekt des geplanten Schrittes am Ende kleiner ausfallen sollte, als viele Befürworter sich vorstellen.


Quellverweis — www.faz.net

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