Deutschland bei Inflation mit an der Spitze – warum?

Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gestiegen. Eine entsprechende Schätzung hat die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag bestätigt. Vor allem die Energiepreise haben im Vergleich zum Vormonat mit plus 3,8 Prozent deutlich zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat vor der Corona-Krise hatten sie im Januar das alte Niveau noch nicht wieder erreicht, die preisdämpfende Wirkung ging aber weiter zurück. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, unverarbeitete Lebensmittel um 2 Prozent. Dienstleistungen wurden 1,4 Prozent teurer.

Unter den Euroländern liegt Deutschland jetzt zusammen mit den Niederlanden an der Spitze, was die Inflation betrifft. Nach der europäischen Berechnungsweise des Harmonisierten Verbraucherpreis-Index (HVPI), die etwa von der nationalen Berechnungsweise abweicht, kamen Deutschland und die Niederlande im Januar auf eine Inflationsrate von 1,6 Prozent. Das wird in der Europäischen Union zwar noch von einigen osteuropäischen Ländern und Schweden übertroffen, innerhalb der Eurozone ist es aber der höchste Wert.

Benzinpreise treiben Inflation an

Über dem Durchschnitt lagen auch noch Luxemburg (1,1 Prozent), Finnland und Österreich (jeweils 1 Prozent). In der Großzahl der Euroländer aber ist die Inflation um einiges niedriger als in Deutschland; das hängt unter anderem mit der Wiederanhebung der Mehrwertsteuer und der Einführung eines CO2-Preise auf Benzin und Heizöl in Deutschland zusammen. Aber auch eine unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Eurostaaten während der Corona-Krise spielt dabei eine Rolle.

Eine ganze Reihe von Eurostaaten hat weiterhin negative Inflationsraten, beispielsweise Griechenland (minus 2,4 Prozent), Slowenien (minus 0,9 Prozent) und Zypern (minus 0,8 Prozent).


Quellverweis — www.faz.net

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